Besser spielen! Tipp 1 - 5

Tipp 1: Sieger*innen-Taktik kennen

Es sind NICHT die eigenen Punkte, die man direkt erzielt (z.B. ein versenkter Smash) sondern in der Regel werden die Matches über die eigenen Fehler oder natürlich hoffentlich über die Fehler der Gegner*innen entschieden.

Was bedeutet dies für mich als Spieler*in?
Risiko minimieren. Es geht also nicht darum direkte Punkte zu erzielen, sondern den Gegner*innen dauerhaft "weh" zu tun (z.B. oft und lange bewegen, unangenehme Treffpunkte aufzwingen…) und das bei einer geringen Fehlerquote.

Tipp 2: Base-Position

Viele Spieler*innen machen den gleichen Fehler: Sie stehen zu eng und zu aufrecht auf dem Feld.

Mit einer schmalen Basis (engl. 'base position') fehlt einerseits die Balance und ist andererseits ein schneller Start nicht möglich.

Daher: Egal in welcher Spielsituation, die Füsse immer mindestes mehr als Schulterbreit aufstellen, die Knie gebeugt und den Oberkörper leicht vorgebeugt halten - in defensiven Situationen noch breiter - fast doppelte Schulterbreite!

Beherzigt und übt man dies, bewegt mach sich automatisch besser und erreicht in einer effizienteren Weise mehr Bälle.

Tipp 3: Standards kennen und üben

Viele Badmintonspieler*innen denken, dass gerade die besonderen, spektakulären oder gefährlichen Schläge oder Punkte die entscheidenen im Badminton sind. Falsch gedacht!
Nur wer konstant und gut in den Standards ist, kann ein Spiel gewinnen. Kein Smash auf die Linie, sondern ein konstanter Clear mit guter Länge, keine spektakuläre Konterabwehr, sondern ein einfacher Block, kein toller Swipaufschlag auf die Mitte sondern ein guter kurzer Aufschlag auf die „1“, das sind die interessanten Schläge!

Wichtige Standards (a-c für Einzel, d-e für Doppel/Mixed) sind:

a) Druckvoller Clear und Lob mit guter Länge
    Mögliche Übung: Lob - Clear - Clear - Drop - Netzdrop
b) Gutes Bewegen auf dem Feld
    Mögliche Übung: Schattenbadminton
c) Einfache Clear - Drop auf ganzes Feld
    Mögliche Übung: 3-Clear-2-Drop-Übung
d) Abwehr -> Netz gegen Abwehr
    Mögliche Übung: lang - kurz - kurz - lang mit Smash
e) Guter, sicherer kurzer Aufschlag
    Mögliche Übung: Üben, üben, üben :-)

Tipp 4: Rückhand ist kein Zauberwerk

Einen Rückhand-Clear kann man ganz einfach lernen - hier im folgenden ein paar Dinge, die Ihr beachten solltet:

a) Der klassische Griff für den Rückhand-Clear ist KEIN Rückhand-Griff (wie der Daumengriff fälschlicherweise oft bezeichnet wird, nur weil es tatsächlich Schläge gibt, die damit geschlagen werden) sondern für Rückhand-Clear „über Kopf“ nutzt man einen ganz normalen „V-Griff“ ähnlich wie beim Smash (nur der Druck auf den Griff ist anders).

b) Neben dem richtigen Auftakt ist die Unterarm-Drehung das Hauptbeschleunigungs-Element für den Clear neben dem Körper - viele Spieler*innen strecken hier gegen den Ball. Dies ist nicht nur ineffizient, sondern auch für das Ellbogengelenk nicht gesund. Der Rückhand-Clear ist also nichts anderes als ein rückwärts laufender Vorhand-Clear.

Dazu ein zusätzlicher Tipp: Als Auftaktbewegung den Ellbogen Richtung linke Brust (oder Logo auf dem Shirt) bewegen - so kann man gut die kinetische Kette starten.

Tipp 5: Unterarmrotation üben

Bei vielen Badmintonspieler*innen fehlt ein gut ausgeprägtes Schlagelement (oder dieses ist schlecht ausgebildet), welches aber für eine effiziente Schlagtechnik und gleichzeitig einen harten Schlag nötig ist: die Unterarmdrehung.

Dabei lässt sich die Unterarmdrehung relativ einfach trainieren. Zum Beispiel im Warm Up 5 x 15 sec die Übung "Scheibenwischer" durchführen: Ellbogen am Körper, 90° Winkel im Ellbogen, Schläger zeigt nach oben, dann Unterarm von rechts nach links schnell rotieren.

Quelle: Diemo Ruhnow, Diemo Ruhnow's Badminton Training

http://dr-badminton-training.de/